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Ratgeber

BU oder Praxisausfallversicherung: Was brauchst du als Praxisinhaber wirklich?

Ratgeber · ca. 4 Min. Lesezeit · Stand: Juli 2026

Beide klingen nach „Absicherung, wenn ich ausfalle“ – und genau diese Ähnlichkeit führt zu einer folgenreichen Verwechslung im Heilberuf. Denn die beiden Versicherungen schützen völlig verschiedene Dinge: die eine dich, die andere deine Praxis.

Zwei Risiken, die sich ähnlich anfühlen

Wenn du als Praxisinhaber länger ausfällst, passieren zwei Dinge gleichzeitig: Dein privates Einkommen bricht weg – und deine Praxis produziert weiter Kosten, ohne Umsatz zu machen. Das fühlt sich wie ein Problem an, sind aber zwei. Und genau deshalb braucht es zwei verschiedene Antworten.

Was die BU leistet – und wo sie endet

Die Berufsunfähigkeitsversicherung schützt dich als Person: Sie zahlt eine vereinbarte monatliche Rente, wenn du deinen Beruf voraussichtlich dauerhaft nicht mehr ausüben kannst. Damit sichert sie deinen privaten Lebensstandard – Wohnen, Familie, Altersvorsorge. Was sie nicht tut: die laufenden Kosten deiner Praxis übernehmen. Dafür ist sie nie gedacht gewesen.

Was die Praxisausfallversicherung deckt

Die Praxisausfallversicherung schützt deinen Betrieb: Sie übernimmt bei einem vorübergehenden Ausfall durch Krankheit oder Unfall die fortlaufenden Fixkosten – Miete, Personal, Leasing, Versicherungen, Beiträge. Mit dem festen Tagessatz kannst du auch eine Praxisvertretung bezahlen, damit deine Patienten versorgt bleiben und die Praxis am Leben bleibt, bis du zurück bist.

Der Unterschied in einem Satz

Die BU ersetzt dein Gehalt, die Praxisausfallversicherung bezahlt deine Praxis. Oder anders: Die BU denkt in Jahren und dauerhafter Berufsunfähigkeit, die Praxisausfallversicherung in Wochen und Monaten vorübergehenden Ausfalls. Ein halbes Jahr Ausfall nach einem Unfall ist für die BU oft gar kein Leistungsfall – für deine Praxiskasse aber sehr wohl.

Warum es kein Entweder-oder ist

Wer nur die BU hat, riskiert die Praxis. Wer nur die Praxisausfallversicherung hat, riskiert den privaten Lebensstandard bei dauerhafter Berufsunfähigkeit. Erst zusammen decken beide Seiten ab – die Aufteilung entscheidet, nicht die Gesamtsumme. Wichtig in beiden Verträgen: der ausdrückliche Einschluss psychischer Erkrankungen, einer der häufigsten Ausfallgründe in den Heilberufen. Bei der SIGNAL IDUNA kannst du die Psyche mitversichern – maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen der SIGNAL IDUNA.

So findest du deine Kombination

Der Startpunkt ist eine ehrliche Bestandsaufnahme: Was ist schon da, was fehlt, und passen die Summen zu deinem heutigen Leben und deiner heutigen Praxis? Genau das machen wir in der kostenlosen Risiko-Analyse – in rund 20 Minuten, digital und unverbindlich.

Dieser Ratgeber informiert allgemein und ersetzt keine individuelle Beratung. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen.

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